• Gefilzt
  • Watch Me Felting: Recreating my first ever felted thing “Ladybug” (for beginners)

    hey

    Nachdem ich das erste “Watch me felting” Video hochgeladen habe, bekam ich einen Kommentar, der mich eine Weile lang zum nachdenken gebracht hat. Darin wurde ich aufgefordert, mal alles zu zeigen, was ich schon gefilzt habe. Das wäre eine ganz schön große Aufgabe, zumal ich auch gar nicht mehr alles besitze, was ich in der Zeit schon alles produziert habe. Da gibt es vieles, was ich angefangen, und nie fertig gebracht habe. Viel missglücktes. Einige Taschen sind darunter und viele, viele Katzen mit unglaublich riesigen Augen und Monsterfiguren. Meine liebsten “Monster” habe ich natürlich um mich herum in der Wohnung und meinem kleinen Arbeitsplatz angesammelt und einige Objekte liegen unbeachtet und eingepackt in Kisten im Keller herum. Vieles könnte ich vielleicht zusammentragen, was mich aber trotzdem einige Zeit an suchen kosten würde. Ich habe mich dann also weiter erinnert und versucht darauf zu kommen, wie das alles angefangen hat. Was war eigentlich das Erste, was ich jemals gefilzt habe? Damals war ich in einem Mappenvorbereitungskurs für mein Studium. Dort lernte ich auch eine sehr nette junge Dame kennen, die mich durch ihre Filzereien dazu inspiriert hat auch damit anzufangen. Herausgekommen ist dann ein kleiner, rosaner Marienkäfer, den ich ihr dann auch ganz stolz gezeigt hatte. Da meine Bekannte allerdings bis zu diesem Zeitpunkt fast nur nass gefilzt hatte konnte ich sie im Gegenzug dafür interessieren auch mal mit der Nadel zu filzen. Vielleicht Habt ihr nun ja auch Lust einen kleinen Käfer zu machen : )

    After uploading the first “watch me felting” video i got a comment that got me thinking for a while. I was asked to show everything i ever felted. Well, that would be a very big task. I also do not own everything anymore, that i have produced in the last 10 years. There are also a lot of started, but never finished projects and also some that just didn’t come out as good as i wanted them. A lot of stuff would be boring too, as they are essentielly the same (like handbags, many many cats and monsters). My most favorite monsters are all around me in our flat and some of them even on my desk. Some are in boxes in the cellar. I could probably present most of it, but it would still need a lot of time to search and prepare. So, at least for now, i won’t do it. But i thought a bit more about it, and tried to figure out how it all started. What was the first thing i ever felted? And how did it even start? So, that’s what happened: I was in art class, preparing my folder to apply for university – There I got to know a very nice young lady that created things out of felt and that inspired me to work with this material too. The first thing i ever felted was a small, pink ladybug, that i also very proudly showed off to her. Up until that point she only did wet-felting, but when she saw what i made, she also gave needlefelting a try… and so should you. Maybe start with a ladybug? : )

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    Viele liebe Grüße
    Miau

  • Gefilzt
  • Watch Me Felting: Needle felted Little Green Guy

    hey

    In letzter Zeit habe ich ziemlich viel gezeichnet und hatte ständig Papier und Stifte in der Hand. Um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen habe ich mich an meine Schublade unterm Bett erinnert, in der ich so ziemlich alle meine Filzutensilien verstaut habe. Das kleine Kätzchen und die MAUS, die ich letztens schon gemacht hatte, habe ich ja schon gezeigt.Oft habe ich dann doch das Gefühl, dass die ganzen Fotos nicht an die Realität herankommen und auch ein bisschen langweilig wirken. Und ich habs dann auch nicht so sehr mit dem “spannend in Szene setzten” mit Blümchen und Trara, wie man es vielleicht von so manchen anderen Blogs kennt. Anstatt immer nur die Ergebnisse zu zeigen oder einzelne Zwischenschritte, habe ich bei diesem kleinen Kerlchen einfach mal mitgefilmt. So denke ich kann man sich besser vorstellen, wie so ein kleines Kerlchen entsteht und es auch besser nachmachen. Viel zu erklären gibt es da wirklich nicht, weshalb ich davon abgesehen habe noch ein zusätzliches Voiceover zu machen, da man hoffentlich gut sehen kann, was und warum ich das so mache. Ich bin auf jeden Fall total gespannt, wie ihr diese Art der Darstellung findet, was man dann evtl. besser machen könnte und überhaut. Ich kann mir gut vorstellen in Zukunft mehr solcher Videos zu machen.

    In the last weeks i have been drawing a lot and had pen and paper at my hands almost all the time. To get a little bit variety i remembered that drawer under my bed, where i store all my felting-equipment. I’ve already shown you guys the kitten and the mouse i made… But mostly i have the feeling that the pictures i show do not necessarily match the reality and are a bit boring. I’m also not the best “setting the scene” with flowers and ballyhoo and whatnot, how you’re used to it from other blogs. So, instead of showing the outcome or steps on the way, i just filmed the whole process of how this little guy was created. I think now it’s easy to understand how such a thing is created and, if you want, you can just do it too! I think the steps are pretty self explanatory, so i didn’t do a voiceover to explain everything. I’m excited to hear what you think about it and to get some feedback how i can make these videos better, cause i can definitely see me doing more of those!

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    Viele liebe Grüße
    Miau

  • Gefilzt
  • Über Angst

    hallo

    Ich habe mich nun einigermaßen vom ganzen Diplomstress erholt und kann mich nun wieder besser mit dem Thema auseinandersetzen und befassen bzw. überhaupt auch wieder darüber reden. Direkt danach hatte ich erst mal genug davon, ist ja vielleicht auch verständlich wenn man beinahe das letzte dreiviertel Jahr daran gearbeitet hat. Das Diplom setzt sich an meiner Hochschule aus schriftlicher Diplomarbeit, also einer Hausarbeit und einer praktischen Arbeit zusammen. Die jeweiligen Themen werden mit den jeweiligen Betreuern der Arbeiten abgesprochen, auch der Umfang der Arbeiten. Da die schriftliche Arbeit eher sehr theoretisch ist und auch stinklangweilig will ich sie an dieser Stelle lieber auslassen und meine praktische Arbeit zeigen.
    Die ganz Idee fing damit an, dass ich gerne in viel größeren Dimensionen filzen wollte als bisher, und natürlich liegen da Monsterfiguren bei mir auch nicht fern. Die Figuren wollte ich gerne mit einer Geschichte verbinden, die sich dann zunächst als kleine Idee in meinem Kopf immer mehr ausgebaut hat. Letztendlich ist eine Story entstanden, die von verschiedenen Ängsten handelt, die zum Schluss vom Hauptcharakter besiegt werden.

    “Der praktische Teil meiner Arbeit besteht aus einer Bildergeschichte und den plastischen Figuren.
    Die Story habe ich selbst verfasst und geschrieben und im Buch aus zwei verschiedenen Perspektiven dargestellt. Zum einen gibt es Zeichnungen aus Aquarell und Markern. Zunächst lernt man die Hauptfigur von einer außenstehenden, neutralen Perspektive kennen. Während dem Verlauf der Story kommen immer mehr Tagebucheinträge der Hauptfigur hinzu.
    Zunächst geht meine Hauptfigur auf eine Reise und beschäftigt sich mit Shoppen und Sehenswürdigkeiten, bis sie an einem Abend im Internet auf ein paar Kreaturen aufmerksam wird, die sie aufspüren und entdecken will, da sie an ihre Existenz glaubt. Sie macht sich auf den Weg und auf die Suche nach den Wesen und ist zunächst erfolglos. Nach und nach findet sie aber Anzeichen und schließlich sogar die Monster. Die Begegnung hat letztendlich scheinbar keinen guten Ausgang.
    Die Monster stellen metaphorisch die Angst bzw. Ängste meiner Hauptfigur dar, die sie entdeckt, verarbeitet und schließlich teilweise besiegen kann. Ob meine Figur nun wirklich alles so erlebt hat, wie sie es schildert, ist unklar, stellen jedoch ihre Sicht und ihre Realität dar. Die Figur ist am Ende fest entschlossen, die von ihr als Bedrohung empfundenen Wesen zu überwinden und am Schluss zu besiegen. Durch die Jagdtrophäen, will sie auch zeigen, dass sie dabei erfolgreich war.
    Jedes Monster steht für eine andere, verschiedenen Angst. Das sind natürlich nicht alle Ängste. Die Monster stehen für die größten Ängste, die meine Figur hat. Dies sind aber auch nicht alle ihre Ängste, sondern die, die sie aus ihrer Sicht zu sehr eingeschränkt haben und die sie besiegen konnte, andere sind ihr vielleicht gar nicht bewusst, weil sie damit nicht so oft konfrontiert wird.
    Ich wollte darstellen, dass Ängste subjektiv empfunden werden. Manche Leute haben eben Angst im Dunkeln, während das auf andere Menschen gar nicht bedrohlich wirkt. Deshalb habe ich die Kreaturen zwar monströs dargestellt, aber nicht unbedingt so, dass sie jeder als bedrohlich empfindet. Die Ängste meiner Figur sind eben Dinge, die für manch andere Menschen ganz normal sind.”

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    Grundform für jeden Kopf war ein etwa 50x50x50 cm großer Styroporblock, aus dem ich nach meinen Skizzen und Vorlagen die Kopfform ausgeschnitten habe. Das Fell ist aus Merinowolle und mit Filznadeln trocken angebracht. Einzelne Details sind nassgefilzt oder aus Modelliermasse geformt, die teilweise lackiert wurden.

    Zu sehr ins Detail gehen will ich an dieser Stelle auch gar nicht, da sollen die Bilder nun doch mehr sprechen, als ich erzählen kann. Von dem Comic will ich allerdings noch nicht alles zeigen, das soll an anderer Stelle passieren. Einen kleinen Einblick bekommt ihr aber trotzdem in Form von ein paar Seiten (die allerdings nicht aufeinanderfolgend sind).

    Falls noch Fragen offen geblieben sind, werde ich gerne versuchen diese zu beantworten. Ich würde mich sehr über Feedback freuen : )

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    Viele liebe Grüße
    Miau